Tag XIX – Schweden-Revue III

Und dann? Sind wir müde und KO in unseren Alkoven gesunken? Nix da. Wir waren noch ein bisschen aufgedreht, verschwitzt und beschwingt, sodass wir kurzerhand beschlossen, dass uns ein Bad gut tun würde. Wir waren am Nachmittag – kurz vor der Hochzeit – schon kurz im See gewesen und hatten somit die Lage am Freibad gut vor Augen: Ein Zaun, der nicht zu hoch war (ich schätze 1 Meter), wenig Häuser ringsherum und schönes klares Wasser. Wir waren dann doch ziemlich aufgeregt (oder ich zumindest), als wir über den Zaun kletterten und in aller Heimlichkeit ins Wasser stiegen. Sowas habe ich seit 12 Jahren nicht gemacht und Hanka gar noch nie: Skinnydipping.

Es erfrischte uns, spülte den Schweiß ab und machte uns noch ein bisschen aufgedrehter, sodass Hanka vorschlug, doch gleich nach Rostock aufzubrechen. Sie fühlte sich in der Lage noch zu fahren (ich nicht) und hatte auf der Hochzeit kaum Alkohol getrunken (ich nicht). So klemmte sie sich also hinters Steuer und ich leistete ihr noch bis zur Autobahn auf dem Beifahrersitz Gesellschaft, damit aus Bad Saarow herausnavigiert werden konnte. Dann überkam mich die Mattigkeit endgültig und nach einer kurzen Versicherung durch Heinlenker Hanka, dass sie das schon schaukeln würde, zog ich mich in den Alkoven zurück. Es ist wirklich lustig, sich durch das monotone Geräusch der Autobahnfahrt in den Schlaf wiegen zu lassen.

Nach 1-2 Stunden wachte ich zwar schon wieder auf, aber das Nickerchen hat mir gut getan. Ich fühlte mich wieder frisch, hatte erstaunlicherweise schon wieder Hunger (zum Glück hatten wir so viele Würstchen eingepackt) und konnte Hanka bei der Fahrt mit der aufgehenden Sonne etwas Unterhaltung bieten. Kurz vor Rostock wechselten wir dann noch mal die Positionen, da Hanka logischerweise von der durchwachten Nacht auch mitgenommen war und die Konzentration und Kondition einfach nachließ. Gegen halb sieben kamen wir dann in ihrer Heimatstadt an und machten uns natürlich gleich auf den Weg zum Bäcker: Wir wollten die Eltern mit frischen Brötchen und unserer Anwesenheit überraschen. Eigentlich waren wir gar nicht vorgesehen, da unsere Fähre schon um 11 nach Gedser ablegte und wir nicht erwartet hatten, unmittelbar nach der Hochzeit loszufahren. Da die Bäcker in Rostock (jedenfalls der, der bei der Gartenstadt um die Ecke ist), aber erst um 7 Uhr aufmacht, vertrieben wir uns die Wartezeit mit den ersten der 2400 mitgebrachten Trivial Pursuit-Fragen.

Da die hundert Wörter mehr als voll sind, ist für heute erst mal genug – Fortsetzung folgt.

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Eine Antwort to “Tag XIX – Schweden-Revue III”

  1. AAABABA – Mein Jahr 2009 « Täglich laufen Says:

    […] hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, […]

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