Tag X – Schlendern durch Berlin

Ein herrlicher erster Urlaubstag! Schlafen, so lange ich will (und kann), gemütlich mit Wieland zu unserem Lieblingsbäcker. Anschließend ein ausgedehntes Frühstück mit der ganzen Familie aus der Schulstraße (auch Florian war noch da, weil er zur Zeit ebenfalls frei hat) und so richtig gemütlich in den Tag starten. Was kann es besseres geben?

Ich hatte mich entschlossen endlich mal wieder was für das Allgemeinwohl zu tun und zur Blutspende zu gehen. Meine Plasmaspendezeiten liegen mittlerweile ein, zwei Jahre zurück und ab und zu fehlt mir einfach die Nadel im Arm und die Zeit auf der Liege. Da ich aber gern wieder eine Vollblutspende machen wollte (also Blut nur raus und nicht zentrifugieren und wieder rein), schaute ich mich um, wo so was wohl in Berlin zu angenehmen, arbeitsfreundlichen Zeiten geht. Und siehe da: Genau auf meinem Arbeitsweg, am S-Bahnhof Landsberger Allee befindet sich eine Saugstelle von Haema, die auch Vollblut zapfen. Dort angekommen war jedoch die Ernüchterung groß, denn ich durfte gar nicht spenden. Mein Eisenwert war mal wieder zu niedrig (ein altbekanntes Problem – wahrscheinlich liegt es auch daran, dass ich fast überall sofort einschlafen kann). 8,4 waren gefordert, mein Finger gab aber bloß 8,3 her. So wurde ich mit netten Tipps („Versuchen Sie es mal mit Eisentabletten aus der Apotheke) ungepiekst nach Hause geschickt.

Aber ich hatte ja noch mehr vor an dem Tag: Schließlich sieht für mich der perfekte Urlaubstag in Berlin so aus, dass ich einen längeren Abstecher zum Bahnhof Zoo mache. Was es da gibt? Den schönsten Buchladen, den ich kenne. Ich gebe zu, es ist ein Hugendubel und sieht wahrscheinlich so ziemlich aus wie jeder andere Laden dieser Kette, aber für mich hat er ein so nettes Flair. Man kann nach Büchern stöbern, anlesen und wenn einen etwas näher interessiert, sich in das hauseigene Kaffee setzen, die Nase ins Buch stecken oder auf den Platz vor der Gedächtniskirche schauen. Zudem gibt es, wie in fast jedem Buchladen, diese stille, fast bedächtige Geräuschkulisse. Maximal Gemurmel oder leise Sätze wie: „Von dem habe ich vor einem halben Jahr was gelesen – fantastisch!“ oder „Schau mal, das gibt´s jetzt auch als Taschenbuch.“ Insgesamt existiert eine so friedvolle, stille, nahezu liebevolle Athmosphäre, in die ich mich gern hineinziehen lasse.

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Eine Antwort to “Tag X – Schlendern durch Berlin”

  1. AAABABA – Mein Jahr 2009 « Täglich laufen Says:

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