Tag 125 – Ganz flott

Weil es schon so spät ist (ich war noch mit telefonieren, essen machen und sonstigen Aufräumarbeiten beschäftigt) und es schon ein bisschen dunkelt und ich morgen relativ früh raus muss (Dienstreise nach Bonn) und – na ja, das waren eigentlich genug „und“s für einen Satz. Was ich jedenfalls sagen wollte, ist, dass dieser Blog-Eintrag nicht so lang wird.

Eigentlich – schon wieder dieses „eigentlich“; ich muss mal die Wörter in meinem Blog zählen – es würde mich nicht wundern, wenn dieses Wort häufiger vorkommt, als es sollte – wollte ich ein fiktives Gespräch aufzeichnenen, mir sind aber bloß die ersten zwei Sätze eingefallen:

„Aber was, wenn es doch einen Gott gibt?“
„Gibt es nicht!“

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5 Antworten to “Tag 125 – Ganz flott”

  1. Dietrich Says:

    Kann auf Radio 1 („Der schöne Nachmittag“ oder „Die schöne Woche“ – oder so ähnlich – jedenfalls Mo – Do 16 – 19 Uhr und Fr 13 – 18 Uhr) die „Gespräche mit Gott“ empfehlen:
    – „Hallo Gott!“
    – „Na, Du ?!“
    …..

  2. Dietrich Says:

    Zweiter Teil:

    “Aber was, wenn es doch einen Gott gibt?”

    Aha.

    Ist diese Frage ähnlich tiefsinnig wie z.B.:
    “Aber was, wenn es doch Zauberer (wahlweise auch Geister, Vampire, Hexen, Gespenster, Teilchen mit Überlichtgeschwindigkeit, Osterhasen, Zeitreísende, Weihnachtsmänner, Rumpelstilzchen, Untote, Teufel …) gibt?”

    Oder vielleicht frei nach Spinoza: „Deus sive natura“?
    Aber dann brauchen wir die Unterscheidung nicht mehr (ähnlich wie früher die kommunistische Ein-Klassen-Gesellschaft als klassenlose bezeichnet wurde), und es geht – wie so häufig – nur noch um die Erkenntnis derselben, unendlichen und vielfältigen Natur.
    Auf diesem Wege befindet sich die Menschheit von Anbeginn, und „Gott“ schrumpft zu einer „Restgröße“, in der alles im Augenblick konkret Unbekannte und Unerklärbare zusammengefaßt wird.

  3. 99woerter Says:

    Meine ganze Überzeugung ist, dass es keinen Gott gibt. Dass wir genauso vergehen wie Katzen, Würmer und Insekten. Kein Leben nach dem Tod – außer das als Atome – und kein Primat der menschlichen Seele.
    Weshalb ich zu diesem Schluss komme, begründet sich fast ausschließlich aus dem offensichtlichen Wunsch der Seele nach einer göttlichen Macht. Es ist quasi Instinkt, der uns einen Gott nach unserem Ebenbild (und nicht andersherum) schaffen lässt.

    Dennoch bleibt die Frage – und somit, ganz nach Descartes, der Zweifel „aber was, wenn doch?“. Ich glaube trotzdem nicht und glaube im Gegenteil, dass sogar der Zweifel an der Nichtexistenz Gottes ein kleiner Hinweis auf ebendiese Nichtexistenz ist – wir wollen halt glauben und wir wollen am Un-Göttlichen zweifeln.

  4. Dietrich Says:

    Interessante Wendung, aber ich halte es mehr mit dem alten Griechen Xenophanes:
    „Wenn die Kühe Götter hätten, sähen sie wie Kühe aus.“
    (Ich habe dieses – vielleicht eher anekdotische – Zitat auch schon mt Pferden gelesen.)
    Nicht ohne Grund verbieten einige moderne(?) monotheistische Religionen das Sich-ein-Bild-machen-von …

    Der Zweifel bleibt („De omnibus dubitandum“ ist eine meiner Maximen seit meiner Schulzeit, obwohl ich damals diese Kurzfassung noch gar nicht kannte).
    Der – u.a. von Descartes in der Neuzeit erneut begründete und gepflegte – Skeptizsmus ist jedoch selbst – zweifelnd – zu hinterfragen:
    Jeder mit Absolutheitsanspruch auftretende Zweifel ist in sich logisch widersprüchlich.

    Und welches ist nun das Entscheidungskriterium?
    Ich denke (nicht: ich glaube!), die Lebenspraxis trotz ihrer im konkreten Zeitpunkt beschränkten Ausprägung.
    Eine beschränkte Praxis als Wahrheitskriterium (Philosophie = Wahrheitsliebe) für beschränkte Erkenntnis, oder?
    Und beides ent-wickelt sich …

    Ebenso, wie Physiker (unterstützt selbst von so weltfremd erscheinenden Zeitgenossen oder Vorläufern wie beispielsweise Mathematikern, die Theorien strukturell untermauern oder vorwegnehmen) versuchen, das Entstehen und funktionieren unserer stofflichen und energetischen Welt (unseres physischen Universums) zu ergründen und auf einige wenige einfache physische Prinzipien zurückzuführen (—> „4 Kräfte“), so versuchen Philosophen dies bezüglich gesellschaftlicher und erkenntnisorientierter Prozesse auch.

    Das hierbei bisher erreichte Ergebnis könnten und sollten wir demnächst einmal diskutieren.

    PS:
    „… und kein Primat der menschlichen Seele“
    Was ist das? Ein Organ, ein Zustand, ein Datenkonzentrator?
    Oder nur ein (Sammel-) Begriff für emotionale, nicht direkt körper- und organgebundene Zustände und Gefühlslagen?

    „…offensichtlichen Wunsch der Seele nach einer göttlichen Macht“
    Was drückt sich – wenn wir ‚mal von einem Alltragsgebrauch von „Seele“ ausgehen – in diesem, durchaus vorhandenen Wunsch aus?
    Der Wunsch nach Geborgenheit, nach Verläßlichkeit, nach Absehbar- und Berechenbarkeit (aber Vorsicht: auch die SS war auf ihre spezifische, unmenschliche Art verläßlich und berechenbar)?
    Oder braucht „die Seele“ „nur“ eine Moglichkeit, sich anzulehnen, zu verschnaufen und zu überdenken oder überfühlen?

  5. AAABABA – Mein Jahr 2009 « Täglich laufen Says:

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