Tag 118 – Reisegeist

Bin gerade vom Regen hereingekommen. So viel zum Wetter.

Eigentlich wäre der Blog mit dem zweitkürzesten Eintrag beendet gewesen, denn eigentlich hätte der Titel nicht „Täglich laufen“, sondern „Mein Weg nach Moritzburg“ lauten sollen. Die Idee kam mir auf einer Zugfahrt nach Freiberg: Ich wollte eine Art Trainingstagebuch führen, damit ich auch wirklich trainiere, die Motivation nicht verliere und auch – ich gebe es zu – um ein bisschen Mitleid zu erheischen. Gut, dass daraus nichts geworden ist, denn der Blog wäre sehr zerlöchert gewesen. Schwimmen war ich das letzte Mal irgendwann im Januar (glaube ich) und mit radfahren war es, bis auf Rheinsberg, auch nicht weit her. So gönne ich es mir doch lieber, nach einem schönen kurzen Läufchen (eine Runde im Bürgerpark), ein paar Worte an die reale – und doch virtuelle – Welt zu richten.

Die schönsten Worte, die ich heute gelesen habe, kommen übrigens aus dem Buch „Der blinde Uhrmacher“ von Richard Dawkins. Dort geht es, wie dieses Jahr scheinbar überall, um die Evolutionstheorie von Darwin. Herr Wallace, der parallel zu Darwin ebenfalls die Theorie einer Evolution der Tierarten durch Mutation und natürliche Auslese aufstellte, wird in dem Buch netterweise gleich auf der ersten Seite mit erwähnt – sonst hört man ja immer nur von Charles und seiner Beagle. Aber die schönen Worte stammen weder von Wallace noch von Darwin, sondern von Peter Atkins, dessen Buch „Creations“ mit den folgenden Worten beginnt:

„Ich werde unseren Geist auf eine Reise mitnehmen. Es ist eine Reise des Begreifens, die uns an den Rand von Raum, Zeit und Verstehen bringt. Auf ihr werde ich dafür eintreten, dass es nichts gibt, das nicht verstanden werden kann, dass es nichts gibt, das nicht erklärt werden kann, und dass alles außerordentlich einfach ist.“

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2 Antworten to “Tag 118 – Reisegeist”

  1. Dietrich Says:

    “ … Auf ihr (der Reise – D) werde ich dafür eintreten, dass es nichts gibt, das nicht verstanden werden kann, dass es nichts gibt, das nicht erklärt werden kann, und dass alles außerordentlich einfach ist.”

    Und wenn es auch „nur“ ein Zitat ist:
    Wenn der Eisen-Moritz die philosophische Durchlüftung der Welt-Gedanken dieses Bloggers befördert, hat er auch seinen tieferliegenden Sinn erfüllt …

    Die Erkennbarkeit der Welt (ausdrücklich: nicht die Erkenntnis der Welt!)ist ja nun deutlich formuliert.

    Und daß „alles außerordentlich einfach ist“, weist ja auf die Einsteinsche Suche nach den Basiskräften (Grundprinzipien?) des Universums hin:
    Etwa vier Kräfte/Wecheselwirkungen; z.B. die starke und die schwache Wechselwirkung, die elektromagnetische und die Graviatiations- Wechselwirkung?
    Oder die „Weltformel“ E = m*c^2 – einfacher geht’s wohl kaum …

  2. AAABABA – Mein Jahr 2009 « Täglich laufen Says:

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