Tag 67 – Weite Reise

Langfristig geplant – ursprünglich kam die Idee dazu bei einer Schulung im September – geht es heute nach Bonn. Hanka und ich treffen uns zum kurzen Frühstück (der Besuch bringt, wie immer, die Brötchen mit) und dann geht es pünktlich um 9 Uhr auf die Piste. Die sich als sehr staufrei herausstellt, sodass wir bei herrlichem Wetter zügig vorankommen. Als Gute-Seele-Otto hat Hanka natürlich wieder an alles gedacht: Milchbrötchen, Twix, Fruchtschnitte, Finisher-Bier (das zwar nicht zum Einsatz kam, aber es ist immer gut eines dabei zu haben – man weiß ja nie!), verschiedenste Würstchen sowie geschmierte Brötchen und Obstsalat. Dies hatte den Vorteil, dass wir beim Rasten in Niedergassel nicht drinnen essen mussten, sondern uns mit Sonnenschein auf dem Gesicht und Autobahnhintergrundgeräuschen in den Ohren auf die Bänke draußen flezen und es uns gut gehen lassen konnten.

Gegen halb vier Uhr nachmittags kamen wir dann in Bonn an und machten auch schnell unser Hotel Bergmann (ein Hotel garni) ausfindig. Bis hierhin kein Problem! Das Auto kurz abgestellt und geschellt, machten wir uns mit dem Hotelbesitzer bekannt (es handelt sich um einen kleinen Familienbetrieb – aber alles sehr sauber, schön und zuvorkommend) und trugen unsere Taschen in den 3. Stock. Neben uns wohnte auch ein Marathoni, von dem wir aber leider bis zum Start nicht den Namen rausbekommen haben – und danach war er einfach nicht mehr zu sehen. Wer auch nicht zu sehen war, war die Politesse mit Bart, die sich, kaum dass wir im Hotel waren, von hinten an unser Auto anschlich. Kaum waren wir hinter der Tür verschwunden, sirrte schon sein mobiler Ticketdrucker und er klemmte uns einen 5-Euro-Parkschein unter den Scheibenwischer. Wir hatten ja noch ernsthaft vorher überlegt, am Parkautomaten ein Ticket zu ziehen, aber wir dachten, wegen der 5 Minuten…

Gewarnt dadurch, bewegten wir unser Auto schnell weiter und da sich die Parkplatzsuche in der Bonner Innenstadt als nahezu unmöglich erwies (jedenfalls die Suche nach kostenlosen Parkplätzen), tauchten wir ab ins Parkhaus. Es war zwar ein bisschen eng und die Tarifliste ließ erahnen, dass wir 3 Zehner in den Automaten stecken müssten, wenn wir am nächsten Tag wieder rauswollten, aber wir waren ganz froh, den Parkplatz-Stress damit zu erschlagen und fügten uns bereitwillig.

So konnte es nun also endlich – ohne Fotoapparat, der sich im Auto einfach zu wohl fühlte – nach Bonn reingehen. Anstatt direkt zum Münsterplatz zu pilgern (dort gab es die Startnummern), zog es uns erst mal in ein Café. Auf „Café Göttlich“ fiel unsere Wahl – und das Lokal machte seinem Namen alle Ehren. Der Kaffee war wunderbar und die Athmosphäre einfach himmlisch. Bonn hatte, wahrscheinlich auf Grund des guten Wetters und des Marathons, viele Besucher und so mussten wir schon arg Ausschau halten nach einem Platz im Café. Da dieses direkt gegenüber der (anscheinend) größten Buchhandlung am Ort lag (Bouvier), ließ es sich nicht vermeiden, dass wir nach dem Koffeeingenuss auch den literarischen Genuss suchten. Drei Bücher für Hanka und vier für mich waren die Ausbeute. Dann aber endlich zum Organisationszelt und ran an die Startnummern. Diese bekamen wir dann auch sehr schnell und so hatten wir noch genügend Zeit uns nach einer kurzen Hose für mich umzuschauen – schließlich waren für Sonntag über 20 Grad angesagt. Wir wurden dann auch schnell fündig und obwohl das Teil schon herabgesetzt war, bekam ich noch mal eine Art „Messe-Rabatt“, sodass es relativ günstig an mich überging.

Nach diesem Gerenne und Geshoppe mussten wir erst mal wieder ins Hotel und die erworbenen Sachen loswerden. Dort hatten wir auch kurz Gelegenheit zu verschnaufen, denn der nächste Programmpunkt war erst wieder das Treffen mit Thomas. Der ist Bonner und ein Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer von NRW, die unsere Software einsetzen. Mit ihm hatte ich mich auch damals auf der Schulung für den Bonn-Marathon verabredet und obwohl er seit 6 Jahren keinen Lauf mehr mitgemacht hatte, hat er sich aufgerafft, den Halbmarathon am Sonntag mitzulaufen (der brutalerweise schon um 8:30 Uhr startete). So telefonierten wir also kurz miteinander und verabredeten uns für gegen halb acht am Beethoven-Denkmal, das genau an einem Ausgang des Marathon-Zeltes stand. Kurz Bekanntmachung – Hanka-Thomas-Thomas-Hanka – und dann schlenderten wir durch die Stadt: An der Uni (ehemaliges Schloss) vorbei, wo Thomas in den 80er Jahren studiert hatte, zum Hofgarten, am Botanischen Garten vorbei  und schließlich zu einem netten Italiener („Fellini“), wo wir, standesgemäß, Pasta und Kölsch zu uns nahmen.

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Eine Antwort to “Tag 67 – Weite Reise”

  1. AAABABA – Mein Jahr 2009 « Täglich laufen Says:

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