Tag 65 – Onkelpflichten

Ja, so ist es nun einmal. Neulich hatte ich noch mit stolzgeschwellter Brust von meinen tollen Neffen gesprochen und heute muss ich – neben den Onkelfreuden – auch mal die Onkelpflichten erfüllen. Meine Schwester hat abends einen Vortrag an der Uni, sodass die Kinder alleine zu Hause wären und da das Kleinste gerade mal 10 Monate alt ist, geht das natürlich nicht. So musste sie wie immer ein bisschen herumtelefonieren, bis sie jemanden gefunden hat (in diesem Fall mich), der abends die Kinder entgegennimmt, nach Hause bringt, Essen kocht, ins Bett bringt (die Kinder, nicht das Essen!) und auch noch eine Gute-Nacht-Geschichte vorliest.

Zum Glück sind auch in dieser Beziehung meine Neffen sehr pflegeleicht, sodass ich kaum Probleme hatte: Gawein (der Kleine) hat brav gespielt, während ich seinen Reisbrei gekocht habe (aktuell sind Altpapier und leere Gläser seine großen Favoriten zum Spielen) und hat dann auch leidlich gut gegessen (der einzige Wehmutstropfen war, dass nach einem halben Teller schon Schluss war). Anschließend noch die Gusche waschen, Schlafsack anziehen, den Nuckel auftreiben und hinlegen. Und siehe da: Ich musste nur noch einmal ins Zimmer kommen, weil der Nuckel – standardgemäß – beim ersten Mal in Bausch und Bogen unter Geschrei veweigert wurde. Aber ein paar gute Worte und ein wenig Wackeln mit dem Nuckel taten ihr übriges, sodass er dann doch sehr schnell einschlief.

Die anderen Kinder waren auch flink versorgt, denn zum Glück hatten Katrin und Wieland Gnocchi besorgt (nur 3 Minuten Kochzeit), sodass das Abendessen sehr flott ging. Dann noch bettfertig machen und kurz vorlesen: Walter Moers steht erfreulicherweise gerade auf der Leseliste von Johann und so kam ich in den Genuss, fast die komplette erste Mythenmetzsche Abschweifung („Ensel und Krete“) vorzulesen. Wieland war währenddessen schon eingeschlafen und als ich nach 10 Minuten noch mal reinkam, machte auch Johann das Licht aus.

So ging alles sehr friedlich und schön ab, biss Gawein gegen 22:15 Uhr wieder aufwachte und erst mal aus vollem Leib schrie. Da ich keine Ahnung hatte, wo die Fertigmilch steht und meine Brust eher schmächtig ist, haben wir uns kurzerhand auf Reiswaffeln geeinigt. Er schien´s zufrieden und so war ich es auch. Kurze Zeit später kam zum Glück auch Katrin wieder nach Hause, sodass sie Gawein stillen konnte und er ruhig wieder einschlief.

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Eine Antwort to “Tag 65 – Onkelpflichten”

  1. AAABABA – Mein Jahr 2009 « Täglich laufen Says:

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